Heute sind es genau 10 Jahre nach meinem Tag D-0 und ich erfreue mich bester Gesundheit.
Leider ist die Freude darüber jedoch durch das Schicksal meines Bruders getrübt, der wegen einer Leukämie ebenfalls mit einer Stammzellentransplantation behandelt wurde. Es war alles gut verlaufen, die Ärzte waren optimistisch bis begeistert (wie ich auch, s. mein letzter Beitrag hier vor fast einem Jahr). Jedoch hat er die kritische Phase, wo das neue Immunsystem erst einmal langsam wieder aufgebaut wird und die Immunabwehr sehr schwach ist, nicht überstanden. Im September musste er wegen Fieber und Übelkeit ins Krankenhaus, dann verschlechterte sich sein Zustand von Tag zu Tag, immer mehr Organe wurden angegriffen und schließlich verstarb er am 29. September.
Das zeigt mir, dass mein glücklicher Verlauf alles andere als selbstverständlich ist, und macht mich umso dankbarer gegenüber allen, die dazu beigetragen haben, an erster Stelle natürlich meiner lieben Stammzellenspenderin, aber auch allen Ärzten, Pflegekräften, Verwandten und Freunden, die mir über die schwere Anfangszeit hinweggeholfen haben.