Basketball mal anders

Nach dem ungewöhnlichen Kaiserschmarrn gibt es heute ein ungewöhnliches Basketballfeld, gesehen an den Städtischen Berufsschulen in der Riesstraße in München:

Kaiserschmarrn mal anders

Viele dürften Kaiserschmarrn als vermeintlichen Nachtisch kennen, der sich dann meistens mengenmäßig als Hauptgericht entpuppt – manchmal sogar ausreichend für 2 Personen.

Heute habe ich mal einen anderen Kaiserschmarrn probiert, nämlich pikant statt süß. Auf dem Foto kommt er erst mal unauffällig daher, aber die Peperoni und die Tomaten-Chili-Salsa sorgen schon für etwas Schärfe.

Wer’s auch probieren will: es gibt ihn derzeit bei den größeren Rischart-Filialen in München, auch in 2 anderen herzhaften Varianten (Elsass und Mozzarella-Tomate).

ks

Bericht aus Berghausen

Wie ich schon mehrfach angedeutet hatte, war ich am letzten Samstag zur kirchlichen Trauung meiner Blutsschwester eingeladen. Ich konnte somit auch ihre Eltern und ihren Bruder sowie ihre weitere Verwandtschaft und die ihres Mannes kennenlernen. Ich wurde herzlich aufgenommen und durfte in der Kirche in der „Geschwisterbank“ und bei der anschließenden Feier am „Nahe-Verwandtentisch“ Platz nehmen.

Beeindruckend war nicht nur die Zahl der Gäste, sondern auch ihre große Kreativität und der Anteil an Selbstgemachtem: Hochzeitstorten, Tischdekoration, verschiedenste Liköre für alle Gäste, originelle Geschenkverpackungen (ganze Landschaften wurden da gebastelt) und diverse Aktivitäten und Darbietungen.

Da beide Brautleute aktiv bei der DLRG sind (und sich dort auch kennengelernt haben), war diese gut vertreten, nach der Kirche sogar mit mehreren Fahrzeugen samt Rettungsboot. Wir waren also bestens mit Ersthelfern versorgt, und so konnte uns auch ein Gewitterregen mit leichter Überschwemmung in der Küche nichts anhaben.

An den kommenden Winterabenden, an denen es keine Rettungsschwimmereinsätze gibt, wird das junge Paar ebenfalls beschäftigt sein:

puzzle

Zuverlässigkeit der Bahn

Um zur Hochzeit meiner Blutsschwester zu gelangen, wollte ich mal wieder von meiner Bahncard profitieren und habe also eine Fahrt von München nach Karlsruhe gebucht. Im Prinzip eine einfache Sache, da es auf dieser Strecke eine Direktverbindung gibt. Vor ein paar Tagen habe ich dann noch von der Bahn angeboten bekommen, für rund 20 € in die 1. Klasse zu wechseln. Glücklicherweise habe ich zugegriffen.

Am Hbf München hieß es, dass 2 Wagen wegen Ausfalls der Klimaanlage gesperrt seien (darunter der, in dem ich ursprünglich reserviert hatte) und ein dritter Wagen nur belüftet, aber nicht gekühlt würde. Nun gut, ich hatte ja meinen Platz in der 1. Klasse. So langsam stieg allerdings auch bei uns die Temperatur an, ebenso wie unsere Verspätung. In Stuttgart stand unser Zug eine Weile rum, bis dann die Durchsage kam, er würde nicht weiterfahren. Wir sollten alle aussteigen und am Gleis gegenüber den TGV Richtung Paris nehmen.

Dort waren wir allerdings auch nicht wirklich willkommen. Kaum hatte ich mich hingesetzt, als eine Ansage kam, der Zug sei überfüllt und würde so nicht losfahren. Außerdem müsste Wagen 22 komplett geräumt werden wegen Ausfalls der Klimaanlage. Alle ohne Reservierung sollten bitte aussteigen und sich im Bahnhof einen Gutschein abholen. Da in meinem Wagen keine Überfüllung zu sehen war, bin ich sitzengeblieben und irgendwann fuhr der Zug tatsächlich los, mit 65 Minuten Verspätung auf seinen Fahrplan.

Der nächste Halt ist Karlsruhe, jetzt sollte also nichts mehr dazwischenkommen.

Früher hat die Bahn mal mit dem Spruch geworben: Alle reden vom Wetter, wir nicht…

Zeitreise um 50 Jahre in die Vergangenheit

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag hat @ARD_alpha während mehr als 6 Stunden die damalige Sendung zur Mondlandung wiederholt, größtenteils sogar zur gleichen Uhrzeit wie im Original.

Wie vor 50 Jahren habe ich die Sendung auch diesmal nicht am Stück „live“ geschaut (damals durfte ich als Grundschüler nicht so lange aufbleiben), sondern in mehreren Etappen.

  • Die Bemühungen des Moderators und der versammelten Experten, die extrem langen und unvorhersehbaren Wartezeiten zu überbrücken, waren schon fast mitleiderregend. Immer wieder wurde hin und her gefragt: „Gibt es bei Ihnen was Neues?“ – „Nein, leider nicht.“ Dann wurde mal ein langer Vortrag über den speziell entwickelten Astronauten-Kugelschreiber gehalten, oder 2 Statisten durften in vereinfachten „Raumanzügen“ aus dem Studio-Modell der Landefähre aussteigen. Die Wartezeit auf den Ausstieg war sehr lang und ohne Bilder, und auch später gab es viele lange Minuten, in denen auf dem verwaschenen Bild sich nichts bewegt hat, aber trotzdem eifrig kommentiert und geraten wurde, was die beiden Schatten wohl gerade tun.
  • Kleidung und Frisuren im Studio waren natürlich auch zeittypisch, Anzug und Krawatte waren Pflicht, die Haare waren streng gescheitelt und mit viel Gel in Stellung gehalten. Die Experten saßen steif vor ihren Monitoren und warteten geduldig darauf, dass ihnen auch endlich mal das Wort erteilt wurde und sie ihr Spezialwissen preisgeben durften – was sie dann aber auch ausführlich taten.
  • Auf Zuschauerfragen (eine sogar per Fernschreiben) wurde unter anderem geklärt, dass es auf dem Mond kein Wetter gibt, dass die NASA die beiden Astronauten nicht mit Waffen zur Verteidigung gegen Aliens ausgestattet hat und dass man keine Chance hat, das Geschehen auf dem Mond mit dem eigenen Fernrohr zu beobachten. Dann kam noch der Aufruf eines Zahnarztes, dass die Zuschauer ihre Anfragen doch bitte mit der richtigen Vorwahl stellen sollten.
  • Der Glaube an den weiteren Fortschritt war sehr groß: in wenigen Jahren könnte jeder zum Mond fliegen und die Anzahl der Mondbetreter würde sehr groß sein (Stand heute sind es ganze 12).
  • Auch sprachlich ist einiges aufgefallen. Die englischen Wörter und Namen wurden meistens deutsch ausgesprochen (Laser mit „aa“, Columbia mit „uu“, Armstrong auch mal als Armschtrong. Ferner war immer wieder vom „Mondboot“ die Rede, passend zum Mutterschiff, das um den Mond herumkreiste.

Insgesamt war es ein langer, interessanter Blick zurück in die Vergangenheit, und irgendwie habe ich dann doch mitgefiebert wie bei einem Film, den man zum wiederholten Mal anschaut, und der immer noch spannend ist, obwohl man weiß, dass es ein Happy-End geben wird.

Von Kopf bis Fuß …

… habe ich mich heute neu eingekleidet, bis auf Unterhose und Socken ist tatsächlich alles neu. Der Anlass dieser Rundumerneuerung ist die Hochzeit meiner „Blutsschwester“, zu der ich Ende Juli eingeladen bin. Mit dem Essen werde ich mich auf der Feier allerdings zurückhalten müssen – das Hemd ist „superslim“ und spannt sogar bei mir.

Zum Vergleich hier die Vorher – Nachher – Bilder:

Samurais in München

Gestern habe ich die Samurai-Ausstellung in der Kunsthalle München besucht, um etwas japanische Kultur zu schnuppern. Die ausgestellten (Prunk-)Rüstungen zeigen eine sehr beeindruckende Handwerkskunst und eine Liebe zu prächtigen Farben und Materialien und spektakulären Formen. Diese frühen japanischen Ritter hatten zwar einerseits eine ausgefeilte Kultur und Ethik, andererseits herrschten aber auch grausame Sitten, wie in einem Film im Rahmen der Ausstellung gezeigt wurde.

Weitere Fotos

おはよう。(ohayô) – Guten Morgen

Lesen kann ich die Überschrift noch nicht, da wir gestern in der ersten Japanischlektion erst 7 Hiragana-Silbenzeichen gelernt haben (a, i, u, e, o, wa, n). Der gestern gelernte Wortschatz reicht auch noch nicht aus, um fließend auf nihon-go zu schreiben, deswegen bleibe ich doch lieber beim gewohnten doitsu-go.

Drei Lektionen des 1. Bandes eines Anfängerkurses in 11 x 2 Stunden durchzunehmen, hört sich erstmal wenig sportlich an, doch der erste Termin mit der Dozentin Hiroko-san hat gezeigt, dass man in 2 Stunden viel durchnehmen kann. Wir waren 13 Teilnehmer aller Altersgruppen und Interessen (Urlaub, Schule, Studium, Beruf, Neugier) und haben fleißig geübt, uns zu begrüßen und vorzustellen. Hausaufgaben gibt es auch noch bis nächsten Mittwoch zu erledigen.

Meine Motivation ist, mich auf den Japan-Urlaub im Herbst etwas einzustimmen und als Ruheständler geistig fit zu bleiben.

Mein letzter Arbeitstag

Der Countdown meiner Arbeitstage ist abgelaufen. Ab nächsten Montag und während 23 Monaten, also bis 28. 02. 2021 beträgt meine Wochenarbeitszeit 0 Stunden, da ich jetzt in die passive Phase der geblockten Altersteilzeit eintrete. Die eigentliche (vorgezogene) Rente beginnt erst anschließend am 1. 3. 2021.

An jedem Tag dieser Woche konnte ich also genussvoll den Wochentags-Wecker für diesen Wochentag abstellen, da es der jeweils letzte Montag, Dienstag, … war, an dem ich regelmäßig so früh aufstehen musste. Den Ablauf seht ihr im angehängten ¨Kurzfilm¨ in Dauerschleife.

Gestern war dann auch noch die gut besuchte Ausstandsfeier statt, bei der mein Vorgesetzter und ich von ca 60 Kolleginnen und Kollegen verabschiedet wurden. Da wir beide darum gebeten hatten, statt Geschenken Geld für eine Spende an die DKMS zu sammeln, kam dabei eine stattliche Summe zusammen. Vielen Dank dafür an alle Spender!

wecker

Effizienz ist alles!

Ich habe gestern das Kunststück fertiggebracht, als Letzter von 14 Teilnehmern eines Schachturniers mit nur 1 Punkt aus 7 Runden einen Sonderpreis zu ergattern. Das nennt man Effizienz!

Es war ein etwas besonderes Turnier: die 1. Münchner Schach960-Meisterschaft. Beim Schach960 wird die Stellung der Figuren zum Beginn jeder Partie ausgelost (960 ist dabei die Anzahl der möglichen Ausgangsstellungen).

Der Hintergrund meines Preises ist für Nichtschachspieler etwas schwer zu erklären, aber ich versuch’s mal.

Jeder Schachspieler hat eine Wertungszahl, die seine Spielstärke widerspiegeln soll. Normalerweise erwartet man also, dass bei der Begegnung eines Spielers mit einer niedrigen Wertungszahl (wie ich) gegen einen Spieler mit einer höheren Wertungszahl (wie fast alle anderen Teilnehmer des Turniers) Letzterer gewinnt. Bei diesem Turnier wurde nun ein Sonderpreis für den überraschendsten Sieg des Turniers ausgelobt, d.h. für einen Sieg des Spielers mit dem größten Wertungsabstand zu seinem Gegner. Das habe ich mit einem einzigen Sieg in 7 Runden geschafft, und ich darf daher ohne Startgeld beim 3. Internationalen B&O Schach960-Festival in Bad Aibling starten.

preis960