Es ist soweit

Seit April 2019 bin ich im passiven Teil der Altersteilzeit und somit immer noch Angestellter mit einer Arbeitszeit von 0 Wochenstunden. Dies wird nun Ende Februar vorbei sein. Heute kam der Bescheid, dass meine Rente ab 1. März bewilligt ist, mit Abschlägen wegen des frühestmöglichen Eintrittsalters. Jetzt bleibt noch abzuwarten, wie hoch die Rente aus meiner kurzen Beschäftigungszeit in Luxemburg ausfallen wird, und was nach allen Abzügen noch von der Firmenrente übrigbleiben wird. Noch kann ich mich auf die beiden letzten Gehaltszettel freuen.

Vorbildliches Vordrängen?

Jetzt, wo die Corona-Impfungen beginnen sollen, melden sich einige Politiker zu Wort, die meinen, sie sollten möglichst bald geimpft werden. Nicht etwa, weil sie sich als so wichtig erachten, nein, sie wollen ganz selbstlos ein Vorbild für alle anderen sein. (Funktioniert das auch in der Schlange vor der Supermarktkasse? Lasst mich vor, ich will vorbildlich meine Einkäufe an der Kasse bezahlen?)

Sie wollen also mit ihrem Einsatz beweisen, dass der Impftoff vertrauenswürdig und empfehlenswert ist. Die eingefleischten Impfgegner werden sie damit sicher nicht überzeugen, die werden bezweifeln, dass die Politiker den gleichen Impfstoff wie das gemeine Volk gespritzt bekommen.

Außerdem verstehe ich nicht, wieso man mit einer großen Aufklärungskampagne das Impfen schmackhaft machen will, wenn auf absehbare Zeit sowieso nicht genügend Impfstoff bereitstehen wird für alle, die jetzt schon dazu bereit wären. Warum etwas bewerben, was eh schon heißbegehrt und kaum verfügbar ist?

Lebenszeichen

Nachdem ich diese Woche den jährlich fälligen Lebensnachweis an die Luxemburger Rentenversicherung geschickt habe, will ich auch hier nach mehr als 8 Monaten Funkstille mal wieder ein Lebenszeichen an alle Leser geben. Die lange Pause liegt daran, dass es wegen der aktuellen Einschränkungen nicht allzu viel zu berichten gab. Ich bin mal gespannt, was die heute verkündeten verschärften Einschränkungen bringen werden. Morgen und übermorgen werden die Läden wahrscheinlich rappelvoll werden, da viele noch ihre traditionellen Last-Minute-Einkäufe vom 23.12. auf die beiden Tage vor dem Lockdown vorverlegen werden.

Ich bin (bisher, toi, toi, toi …) gesundheitlich ganz gut weggekommen. Ich habe keine Reise und keine Ausflüge gemacht – beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen hat sich herausgestellt, dass ich ganze 150 km mit den Sommerreifen unterwegs gewesen bin. Meine sportliche Betätigung bestand im Sommer in Radfahren und besteht jetzt in täglichen Spaziergängen, obwohl ich mittlerweile jede Straße in der Umgebung kenne.

Meine restliche Tätigkeit bestand und besteht vor allem im fleißigen Japanisch-Lernen. Mittlerweile bin ich beim Kanji-Lernprogramm im Level 54 von 60 angekommen und habe bisher 1848 Schriftzeichen und 5876 Vokabeln kennengelernt. Voraussichtlich Mitte Februar werde ich das letzte Level erreichen. Leider heißt das noch nicht, dass ich japanische Texte problemlos lesen kann, geschweige denn Sprache verstehen oder selbst sprechen, dazu fehlen noch einige Vokabeln und vor allem weitere Grammatik-Kenntnisse. Lesen geht derzeit nur mit vielem Nachschlagen in Online-Wörterbüchern und mithilfe von Google Translate oder Deepl, das Sprachverständnis übe ich mit Filmen, Serien und Animes auf Netflix (mit englischen Untertiteln).
Hier ist mein aktueller Kanji-Wissensstand (gelb heißt „gut abgehangen“, auch bei einer Abfrage nach 4 Monaten noch gewusst; je röter es wird, desto neuer oder öfter vergessen):

Risikogruppe – ja oder nein?

riskEs heißt ja immer, dass ein höheres Risiko eines schweren Verlaufs einer Corona-Infektion hat, wer Vorerkrankungen wie Diabetes, Herzkreislauf- oder Lungenerkrankungen, … und Krebs hat. Dabei war mir jedoch immer unklar, ob mit Vorerkrankung gemeint ist, dass man in der Vergangenheit irgendwann mal eine dieser Krankheiten durchlebt hat, oder dass man aktuell zum Zeitpunkt der Infektion daran erkrankt ist. In anderen Worten: Gilt eine vor mehr als 6 Jahren überstandene Krebserkrankung aktuell noch als Kriterium zur Zugehörigkeit zur Risikogruppe?

Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat auf seiner Webseite spezielle Informationen zu Krebs[vor]erkrankung und Corona-Risiko veröffentlicht. Hier schildert eine Anfrage ziemlich genau meine Lage (außer dass Leukämie durch Hodgkin ersetzt werden muss – die Therapie bei mir war jedoch die gleiche):

„Ich hatte vor 5 Jahren eine Leukämie mit Chemotherapie, Bestrahlung und Stammzelltransplantation. Muss ich jetzt speziell auf das Coronavirus achten?“ In diesem Fall liegt die Behandlung schon eine Weile zurück. Entscheidend für die Zuordnung von Krebspatientinnen und -patienten zur Risikogruppe ist, ob ihr Immunsystem aktuell geschwächt ist. Das wäre beispielsweise dann der Fall, wenn bei Ihnen die Zahl der weißen Blutkörperchen erniedrigt ist. wenn bei Ihnen die Immunglobulinwerte erniedrigt sind. wenn Sie dauerhaft Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems erhalten.

Quelle: www.krebsinformationsdienst.de/leben/alltag/coronavirus-krebs-haeufige-fragen.php
© 2020 Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
0800–420 30 40 oder krebsinformationsdienst@dkfz.de

Da meine Blutwerte seit mehreren Jahren wieder normal sind und ich keinerlei Medikamente einnehme, und auch sonst keine Lungen-, Herz- oder Gewichtsprobleme habe, gilt bei mir demnach nur die Zugehörigkeit zur Risikogruppe wegen der „Vorerkrankung Alter“. Und da ich eher noch zu den Jungsenioren gehöre, bin ich doch einigermaßen beruhigt. (Andererseits kann es natürlich auch junge gesunde Menschen schwer treffen, so dass man sich nie ganz sicher fühler kann.)

Corona auf Abstand halten

Ich weiß nicht, ob ich zu der Corona-Risikogruppe gehöre. Altersmäßig bin ich zwar am unteren Rand, meine Krankengeschichte könnte sich jedoch negativ auswirken. Andererseits könnte die Verjüngung meines Immunsystems vor 7 Jahren auch bedeuten, dass die Auswirkungen einer Infektion ähnlich schwach wie bei Kindern und Jugendliche wären. Ich möchte es lieber nicht austesten, zur Vorbeugung folge ich aber auf alle Fälle der Empfehlung, die Lunge durch Bewegung an der frischen Luft zu trainieren.

Seit die Corona-bedingten Einschränkungen am Montag hier in Kraft getreten sind, habe ich meine Spaziergänge auf die nähere Umgebung verlegt und dabei schon einige Straßen und Wege betreten, wo ich vorher noch nie gewesen bin.

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden in Bayern die Regeln noch einmal verschärft, praktisch ändert sich für mich jedoch (noch) nichts, da Spaziergänge allein oder mit Mitbewohnern weiterhin erlaubt sind, wenn man dabei genügend Abstand zu anderen hält.

Gestern fiel es nicht schwer, zu Hause zu bleiben, da das Wetter kalt und nass war. Heute jedoch war es zwar immer noch kalt (5°), aber trocken, sonnig und windig. Ich hatte den Eindruck, dass heute mehr Fußgänger und Radfahrer unterwegs waren als sonst. Auf schmalen Gehwegen ist es nicht immer leicht, den Abstand zu wahren und manche drücken sich an den Hauswänden vorbei.

Hier jedoch bereitete die Einhaltung des Mindestabstands keinerlei Probleme:

Screenshot from 2020-03-22 20-36-52

Wahlen in München

Am 15. März sind in München Kommunalwahlen. Da ich als EU-Bürger wahlberechtigt bin, aber an diesem Tag unterwegs bin, habe ich mir die Briefwahlunterlagen schicken lassen.

Die Stimmenauszähler sind zu bedauern. Der Wahlzettel für den Stadtrat hat die stolzen Maße von 1,60 m x 0,60 m und umfasst 17 Listen, auf denen man entweder eine ganze Liste, eine Liste mit zusätzlich Einzelpersonen oder bis zu 80 Einzelpersonen ankreuzen kann. Viel Spass beim Zählen!

Dazu kommen noch die im Vergleich relativ übersichtlichen Wahlzettel für die Oberbürgermeisterwahl und die Wahl der Bezirksausschussmitglieder.

wahl

Selfie im 17. Jahrhundert

Auch vor 400 Jahren waren Selfies schon beliebt, allerdings auch mit sehr viel mehr Aufwand und Können verbunden als heute. Die van Dyck-Ausstellung in der Alten Pinakothek in München zeigt ein Selbstbildnis von 1615, als der Maler gerade mal 16 Jahre alt war. Außerdem lernt man in der Ausstellung einiges über die Gepflogenheiten in den Werkstätten viel gefragter Maler (wie z.B. vorgefertigte Bilder, in die nur noch das Gesicht der Kundin eingefügt werden musste oder die Mehrfachverwendung von Studienköpfen). Originell auch das Gästebuch in Form von PostIt-Sprechblasen.

Ein Hoch auf die Hausratsversicherung

Nach meiner Schadensmeldung an die Hausratsversicherung hat es nur einen Tag gedauert, bis die Zusage kam, dass sie den Schaden übernehmen – und zwar den vollen Neupreis, den ich glücklicherweise noch mit Rechnung belegen konnte. Sie habe mir sogar einen Handwerker organisiert, der sich demnächst bei mir melden soll, um den Schaden an der Kellertür zu beheben.

Besuch von der Polizei

Leider musste ich heute bei der Rückkehr aus meinem Weihnachtsurlaub feststellen, dass jemand in meinen Keller eingebrochen ist und mein anderthalb Jahre altes Faltrad hat mitgehen lassen. Meinen Helm hat er mir gelassen.

Die Polizei hat jetzt alles aufgenommen, Anzeige und Strafverfolgungsantrag ist gestellt. Jetzt muss ich morgen noch nach dem Aktenzeichen fragen, damit ich den Schaden der  Versicherung melden kann (ich bin mir aber nicht sicher, ob die dafür aufkommt).

https://jeanb.blog/2018/06/16/erste-vorbereitungen/2018-06-16 14.21.32

Japan-Urlaub

Seit Donnerstag bin ich zurück aus Japan, und langsam gewöhne ich mich wieder an die MEZ und an das deutsche Novemberwetter.

Japan ist auf jeden Fall eine Reise wert – und wenn es nicht so weit wäre, gerne auch öfter. Wir haben jeden Tag gestaunt: über die Traditionen, die Religionen, die Japaner, ihre Höflichkeit (und mangelnde Englischkenntnisse), die traditionelle Kleidung, die extreme Sauberkeit, die perfekte Organisation, die Automaten für jeden Bedarf, die Yukatas in den Hotels, den entspannten Verkehr, die Hightech-Toiletten und Duschen, das leckere Essen (und die vielfältigen Arten, es zu bestellen – am Automaten vor der Tür oder am Tablet am Tisch mit Schnellzulieferung per Wägelchen auf Schienen), das sündhaft teure Obst, den Sake,  den Reisschnaps Shōchū und vieles anderes mehr.

Meine rudimentären Japanisch-Kenntnisse haben mir zwar erlaubt, manche Schriftzeichen zu entziffern, bei der gesprochenen Sprache musste ich jedoch passen. Die Japaner sprechen dermaßen schnell, dass ich nur die häufigen ください (kudasai – bitte), ありがとございます (arigato gozaimas – vielen Dank) und die Stockwerkansagen im Fahrstuhl 5階 (gokai – fünfter Stock, nach unserer Rechnung der 4.) verstehen konnte. Ich bemühe mich jedoch weiter, meine Japanischkenntnisse zu verbessern.

Meine vielen Fotos (knapp unter 800) könnt ihr in 9 Alben unter https://www.flickr.com/photos/troterbatti/albums anschauen.

49059458271_9c1b9f2642_k