Ein Hoch auf die Hausratsversicherung

Nach meiner Schadensmeldung an die Hausratsversicherung hat es nur einen Tag gedauert, bis die Zusage kam, dass sie den Schaden übernehmen – und zwar den vollen Neupreis, den ich glücklicherweise noch mit Rechnung belegen konnte. Sie habe mir sogar einen Handwerker organisiert, der sich demnächst bei mir melden soll, um den Schaden an der Kellertür zu beheben.

Besuch von der Polizei

Leider musste ich heute bei der Rückkehr aus meinem Weihnachtsurlaub feststellen, dass jemand in meinen Keller eingebrochen ist und mein anderthalb Jahre altes Faltrad hat mitgehen lassen. Meinen Helm hat er mir gelassen.

Die Polizei hat jetzt alles aufgenommen, Anzeige und Strafverfolgungsantrag ist gestellt. Jetzt muss ich morgen noch nach dem Aktenzeichen fragen, damit ich den Schaden der  Versicherung melden kann (ich bin mir aber nicht sicher, ob die dafür aufkommt).

https://jeanb.blog/2018/06/16/erste-vorbereitungen/2018-06-16 14.21.32

Japan-Urlaub

Seit Donnerstag bin ich zurück aus Japan, und langsam gewöhne ich mich wieder an die MEZ und an das deutsche Novemberwetter.

Japan ist auf jeden Fall eine Reise wert – und wenn es nicht so weit wäre, gerne auch öfter. Wir haben jeden Tag gestaunt: über die Traditionen, die Religionen, die Japaner, ihre Höflichkeit (und mangelnde Englischkenntnisse), die traditionelle Kleidung, die extreme Sauberkeit, die perfekte Organisation, die Automaten für jeden Bedarf, die Yukatas in den Hotels, den entspannten Verkehr, die Hightech-Toiletten und Duschen, das leckere Essen (und die vielfältigen Arten, es zu bestellen – am Automaten vor der Tür oder am Tablet am Tisch mit Schnellzulieferung per Wägelchen auf Schienen), das sündhaft teure Obst, den Sake,  den Reisschnaps Shōchū und vieles anderes mehr.

Meine rudimentären Japanisch-Kenntnisse haben mir zwar erlaubt, manche Schriftzeichen zu entziffern, bei der gesprochenen Sprache musste ich jedoch passen. Die Japaner sprechen dermaßen schnell, dass ich nur die häufigen ください (kudasai – bitte), ありがとございます (arigato gozaimas – vielen Dank) und die Stockwerkansagen im Fahrstuhl 5階 (gokai – fünfter Stock, nach unserer Rechnung der 4.) verstehen konnte. Ich bemühe mich jedoch weiter, meine Japanischkenntnisse zu verbessern.

Meine vielen Fotos (knapp unter 800) könnt ihr in 9 Alben unter https://www.flickr.com/photos/troterbatti/albums anschauen.

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Beeindruckende Monster

Heute habe ich das Infozentrum zur 2. Stammstrecke am Münchner Marienhof besucht. Dort befindet sich eine kleine aber feine Ausstellung mit gutgemachtem Infomaterial (VR-Brillen, intelligenten Vitrinenscheiben, …) zum Projekt und zur Technik des Baus. Das Beeindruckendste kann man nur im Modell und im Film sehen: die Maschine, die sich durch den Untergrund wühlen wird (oder ist sie schon unterwegs?) und dabei gleichzeitig gräbt, den Tunnel verschalt und den Abraum wegbringt.

Über dem Infozentrum befindet sich außerdem eine Besucherterrasse, von wo aus man den Riesenmaschinen beim Arbeiten zuschauen kann. Zur Zeit bauen sie Betonsäulen und -wände bis zu 40 m in die Erde hinein. Zwischen diesen entsteht dann der unterirdische Bahnhof.

Weitere Informationen mit vielen Infos, Fotos und Filmen: https://www.2.stammstrecke-muenchen.de.

Von japanischer Literatur zur Riemannschen Vermutung

Ich habe heute Nachmittag einen weiten Weg zurückgelegt.

Angefangen hat die Reise mit der Erwähnung von Liszts Liebestraum in einer japanischen Kurzgeschichte, die ich gerade (in Übersetzung) lese.

Daraufhin habe ich mir bei Youtube erst einmal den Liebestraum angehört. Wie das so üblich ist bei Youtube, wurden mir dann andere Musikvideos vorgeschlagen, darunter auch ziemlich lustige wie von der MozART Group, Hans Liberg, Rainer Hersch, Mnozil Brass, Rowan Atkinson als Bariton mit der Ode an die Freude(!)  u.v.a.m. Irgendwie haben sich bei den weiteren Vorschlägen auch Sendungen von Harald Lesch eingeschlichen, und so habe ich langsam die Kurve zu eher wissenschaftlichen Beiträgen genommen und bin schließlich bei einem fast zweistündigen Vortrag zur Riemannschen Vermutung gelandet, einer Weihnachtsvorlesung (2016) von Edmund Weitz („Wie man eine Million Dollar verdient, ohne das Bett zu verlassen“).

Der Vortrag ist inhaltlich ganz gut gemacht, enthält aber einige kleine, leicht verkraftbare technische Schwächen (der Redner dreht sich wohl ab und zu vom Mikrophon weg und erklärt auch manchmal etwas, indem er irgendwo auf die Folie zeigt – was man aber in der Aufnahme nicht sieht, da dort nur die Folien selbst gezeigt werden).

Die Million kann man sich übrigens dadurch verdienen, dass man die Vermutung entweder beweist oder durch ein Gegenbeispiel widerlegt. Es gilt einfach nur zu zeigen, dass (oder dass nicht) alle die rechts-außen liegenden, nicht-roten Punkte auf dem Bild exakt auf einer vertikalen Linie liegen (wenn man den Graphen ins Unendliche verlängert) – mathematisch: „Alle nicht-trivialen komplexen Nullstellen der ζ-Funktion haben die Form ½ + i t“. An die Arbeit!!

riemann

 

Basketball mal anders

Nach dem ungewöhnlichen Kaiserschmarrn gibt es heute ein ungewöhnliches Basketballfeld, gesehen an den Städtischen Berufsschulen in der Riesstraße in München:

Kaiserschmarrn mal anders

Viele dürften Kaiserschmarrn als vermeintlichen Nachtisch kennen, der sich dann meistens mengenmäßig als Hauptgericht entpuppt – manchmal sogar ausreichend für 2 Personen.

Heute habe ich mal einen anderen Kaiserschmarrn probiert, nämlich pikant statt süß. Auf dem Foto kommt er erst mal unauffällig daher, aber die Peperoni und die Tomaten-Chili-Salsa sorgen schon für etwas Schärfe.

Wer’s auch probieren will: es gibt ihn derzeit bei den größeren Rischart-Filialen in München, auch in 2 anderen herzhaften Varianten (Elsass und Mozzarella-Tomate).

ks

Bericht aus Berghausen

Wie ich schon mehrfach angedeutet hatte, war ich am letzten Samstag zur kirchlichen Trauung meiner Blutsschwester eingeladen. Ich konnte somit auch ihre Eltern und ihren Bruder sowie ihre weitere Verwandtschaft und die ihres Mannes kennenlernen. Ich wurde herzlich aufgenommen und durfte in der Kirche in der „Geschwisterbank“ und bei der anschließenden Feier am „Nahe-Verwandtentisch“ Platz nehmen.

Beeindruckend war nicht nur die Zahl der Gäste, sondern auch ihre große Kreativität und der Anteil an Selbstgemachtem: Hochzeitstorten, Tischdekoration, verschiedenste Liköre für alle Gäste, originelle Geschenkverpackungen (ganze Landschaften wurden da gebastelt) und diverse Aktivitäten und Darbietungen.

Da beide Brautleute aktiv bei der DLRG sind (und sich dort auch kennengelernt haben), war diese gut vertreten, nach der Kirche sogar mit mehreren Fahrzeugen samt Rettungsboot. Wir waren also bestens mit Ersthelfern versorgt, und so konnte uns auch ein Gewitterregen mit leichter Überschwemmung in der Küche nichts anhaben.

An den kommenden Winterabenden, an denen es keine Rettungsschwimmereinsätze gibt, wird das junge Paar ebenfalls beschäftigt sein:

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Zuverlässigkeit der Bahn

Um zur Hochzeit meiner Blutsschwester zu gelangen, wollte ich mal wieder von meiner Bahncard profitieren und habe also eine Fahrt von München nach Karlsruhe gebucht. Im Prinzip eine einfache Sache, da es auf dieser Strecke eine Direktverbindung gibt. Vor ein paar Tagen habe ich dann noch von der Bahn angeboten bekommen, für rund 20 € in die 1. Klasse zu wechseln. Glücklicherweise habe ich zugegriffen.

Am Hbf München hieß es, dass 2 Wagen wegen Ausfalls der Klimaanlage gesperrt seien (darunter der, in dem ich ursprünglich reserviert hatte) und ein dritter Wagen nur belüftet, aber nicht gekühlt würde. Nun gut, ich hatte ja meinen Platz in der 1. Klasse. So langsam stieg allerdings auch bei uns die Temperatur an, ebenso wie unsere Verspätung. In Stuttgart stand unser Zug eine Weile rum, bis dann die Durchsage kam, er würde nicht weiterfahren. Wir sollten alle aussteigen und am Gleis gegenüber den TGV Richtung Paris nehmen.

Dort waren wir allerdings auch nicht wirklich willkommen. Kaum hatte ich mich hingesetzt, als eine Ansage kam, der Zug sei überfüllt und würde so nicht losfahren. Außerdem müsste Wagen 22 komplett geräumt werden wegen Ausfalls der Klimaanlage. Alle ohne Reservierung sollten bitte aussteigen und sich im Bahnhof einen Gutschein abholen. Da in meinem Wagen keine Überfüllung zu sehen war, bin ich sitzengeblieben und irgendwann fuhr der Zug tatsächlich los, mit 65 Minuten Verspätung auf seinen Fahrplan.

Der nächste Halt ist Karlsruhe, jetzt sollte also nichts mehr dazwischenkommen.

Früher hat die Bahn mal mit dem Spruch geworben: Alle reden vom Wetter, wir nicht…