Beruflicher Abstieg

Dem beruflichen Aufstieg im Mai folgte am Freitag der geplante Abstieg: wir mussten die 17. Etage mit einem Blick über ganz München (an seltenen Tagen bis zu der Alpenkette) eintauschen gegen die 3. Etage, wo der Blick gerade noch über den Mittleren Ring reicht. Daran müssen wir uns jetzt wohl gewöhnen. Hier ein Vorher – Nachher – Vergleich:

Die Lust der Täuschung

Das ist der Titel der aktuellen Ausstellung in der Kunsthalle München (@kunsthallemuc). Sie zeigt allerlei Täuschungen von der Antike bis zur virtuellen Realität, in Bildern, Skulpturen und ganz realen optischen Illusionen. Einige witzige Ideen sind dabei, allen Münchnern und München-Besuchern kann ich die Ausstellung nur empfehlen.

Ein paar Beispiele:

  • der scheinbar wellige Boden ist total eben
  • das Kleeblatt entsteht durch Spiegelung auf dem kegelförmigen Spiegel in der Mitte

Ein paar weitere Fotos gibt es bei meinem flickr-Account und auf der Homepage der Kunsthalle.

Mit Capitaine Philippe zum Markknochen

Brüssel ist ja eigentlich keine Stadt mit viel Wasserflächen, aber um zum Chalet Robinson im Bois de la Cambre zu gelangen ist man auf Capitaine Philippe angewiesen, der die Restaurantgäste für 1 € mit seiner Seilzugfähre übersetzt. Auf der Terrasse kann man dann bei schöner Aussicht allerlei Leckereien genießen, wer’s mag kann auch eine ordentliche Vorspeisenportion Markknochen bestellen.

In meinem Urlaub gab es neben kulinarischen Erlebnissen aber auch sportliche Aktivitäten wie Wandern und Radfahren (s. meine Fotos bei flickr).

 

Regen!

Es geht nicht um die Stadt Regen oder den Fluss Regen, sondern tatsächlich um das in letzter Zeit seltengewordene Nass, das heute mal wieder in Strömen von oben gekommen ist – ausgerechnet als ich gerade aus dem Bus am Großen Arbersee ausgestiegen bin. Nach kurzer hoffnungsvoller Pause unter dem Dach der voll besetzten Terrasse des Arberseehauses habe ich mich mit leichter Regenjacke bei nachlassendem Regen auf den Weg zur Umrundung des Sees gemacht. Leider hat es dann unterwegs wieder angefangen, richtig zu schütten. Ich habe mich aber nicht beirren lassen und war sogar nicht als Einziger unterwegs. Einige kamen mir mit Schirmen, andere mit Decken oder eben mit völlig durchnässten Kleidern entgegen.

Danach war ich „gezwungen“, mich ebenfalls im Arberseehaus bewirten zu lassen – einerseits um etwas zu trocknen, andererseits um die Stunde Wartezeit auf den Bus sinnvoll zu verbringen.

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Noch einmal Grenze

Hier gibt es keine Wartezeiten beim Grenzübertritt. So sollte es sein (Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein, wo früher der „Eiserne Vorhang“ mitten durch den Bahnhof ging)!

5. Geburtstag

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Genau heute vor 5 Jahren kam nach einer harten Vorbereitungszeit auf der Isolierstation, wo meine eigenen Stammzellen mit einer Hochdosis-Chemotherapie komplett zerstört wurden und mein Immunsystem heruntergefahren wurde, das ersehnte Päckchen mit den Stammzellen meiner Spenderin an. Diese haben ein paar Wochen gebraucht, um sich im Knochenmark anzusiedeln und ihre Arbeit aufzunehmen, aber seitdem produzieren sie alle meine Blutzellen, und so sind aus meiner Spenderin und mir echte Blutsgeschwister geworden. Anfangs, wo wir noch nichts Genaues voneinander wissen durften, aber schon über langwierige Umwege anonyme Briefe austauschen durften, haben wir uns mangels Namen mit Blutsschwester und Blutsbruder angeredet, und dabei ist es auch bis heute weitgehend geblieben.

Ich freue mich jedenfalls sehr darüber, dass meine Blutsschwester bereit war, allerlei Untersuchungen, Vorbereitungen und einige Tage Krankenhausaufenthalt auf sich zu nehmen, um einem ihr damals völlig Unbekannten zu helfen – und freue mich für mich selbst, dass es nach anfänglichen Problemen so gut gewirkt hat!

Ich hoffe, dass möglichst viele ihrem Beispiel folgen und sich typisieren lassen (s. DKMS), damit für alle, die auf eine Stammzellenspende angewiesen sind,  die Chancen erhöht werden, in der Spenderdatenbank einen Treffer zu landen.

@VillaniCedric bei @ARTEfr/@ARTEde

Cédric Villani, Träger der Fields-Medaille (des „Nobelpreises für Mathematiker“), wie immer extravagant gekleidet, schafft es, eine Halle mit einem Vortrag über Mathematik zu unterhalten. Wer die Sendung über die erstaunlichen mathematischen Fähigkeiten der Fledermäuse verpasst hat, kann sie hier noch anschauen (frz. mit dt. Untertiteln)!

Die Wartezeit an der Grenze beträgt …

Immer wenn ich diesen Satz in den Verkehrsmeldungen des Bayerischen Rundfunks höre, fühle ich mich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt. Wieso hört man da keine Beschwerden vom ADAC, der sich doch sonst so vehement für die freie Fahrt für freie Bürger einsetzt?

Wieviele österreichische Republikflüchtlinge müssen eigentlich da abgewehrt werden? Die afrikanischen oder syrischen Flüchtlinge, die schon einen langen und beschwerlichen Weg hinter sich haben, werden auch so einen Weg über die deutsch-österreichische Grenze finden – es muss ja nicht gerade der Grenzübergang an der A8 oder A93 sein. Daran werden sie weder die neuen Söderschen Grenzpolizisten noch die Seehoferschen Ankerzentren hindern. Die CSU könnte sich allerdings auch ein bleibendes Denkmal (der Schande) setzen, indem sie die gesamte Grenze mit einer schönen Mauer über alle Bergkämme hinweg baut, noch bevor Trump seine zu Mexiko überhaupt finanziert bekommen hat. Dann müsste sie aber konsequenterweise die Grenzen zwischen Bayern und den angrenzenden Bundesländern genauso sichern, denn sonst könnten die Flüchtlinge ja in ihren Schlauchbooten über den Bodensee und Baden-Württemberg in das gelobte Land Bayern einsickern.

Als Luxemburger weiß ich die Vorzüge des kontrolllosen Grenzverkehrs im Schengenraum zu schätzen, schließlich ist man in Luxemburg nirgends weiter als 30 km von der nächsten Grenze entfernt. An der deutsch-luxemburgischen Grenze gibt es übrigens eine sinnvolle Verwendung der ehemaligen Zollhäuschen (auf der deutschen Seite am Grenzübergang Remich/Nennig): rechts ein „Grenz-Markt“, links ein „Grenz-Kebap“:

grenz-kebap

Quelle: https://flic.kr/p/yiawn