Die Lust der Täuschung

Das ist der Titel der aktuellen Ausstellung in der Kunsthalle München (@kunsthallemuc). Sie zeigt allerlei Täuschungen von der Antike bis zur virtuellen Realität, in Bildern, Skulpturen und ganz realen optischen Illusionen. Einige witzige Ideen sind dabei, allen Münchnern und München-Besuchern kann ich die Ausstellung nur empfehlen.

Ein paar Beispiele:

  • der scheinbar wellige Boden ist total eben
  • das Kleeblatt entsteht durch Spiegelung auf dem kegelförmigen Spiegel in der Mitte

Ein paar weitere Fotos gibt es bei meinem flickr-Account und auf der Homepage der Kunsthalle.

Mit Capitaine Philippe zum Markknochen

Brüssel ist ja eigentlich keine Stadt mit viel Wasserflächen, aber um zum Chalet Robinson im Bois de la Cambre zu gelangen ist man auf Capitaine Philippe angewiesen, der die Restaurantgäste für 1 € mit seiner Seilzugfähre übersetzt. Auf der Terrasse kann man dann bei schöner Aussicht allerlei Leckereien genießen, wer’s mag kann auch eine ordentliche Vorspeisenportion Markknochen bestellen.

In meinem Urlaub gab es neben kulinarischen Erlebnissen aber auch sportliche Aktivitäten wie Wandern und Radfahren (s. meine Fotos bei flickr).

 

Regen!

Es geht nicht um die Stadt Regen oder den Fluss Regen, sondern tatsächlich um das in letzter Zeit seltengewordene Nass, das heute mal wieder in Strömen von oben gekommen ist – ausgerechnet als ich gerade aus dem Bus am Großen Arbersee ausgestiegen bin. Nach kurzer hoffnungsvoller Pause unter dem Dach der voll besetzten Terrasse des Arberseehauses habe ich mich mit leichter Regenjacke bei nachlassendem Regen auf den Weg zur Umrundung des Sees gemacht. Leider hat es dann unterwegs wieder angefangen, richtig zu schütten. Ich habe mich aber nicht beirren lassen und war sogar nicht als Einziger unterwegs. Einige kamen mir mit Schirmen, andere mit Decken oder eben mit völlig durchnässten Kleidern entgegen.

Danach war ich „gezwungen“, mich ebenfalls im Arberseehaus bewirten zu lassen – einerseits um etwas zu trocknen, andererseits um die Stunde Wartezeit auf den Bus sinnvoll zu verbringen.

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Noch einmal Grenze

Hier gibt es keine Wartezeiten beim Grenzübertritt. So sollte es sein (Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein, wo früher der „Eiserne Vorhang“ mitten durch den Bahnhof ging)!

@VillaniCedric bei @ARTEfr/@ARTEde

Cédric Villani, Träger der Fields-Medaille (des „Nobelpreises für Mathematiker“), wie immer extravagant gekleidet, schafft es, eine Halle mit einem Vortrag über Mathematik zu unterhalten. Wer die Sendung über die erstaunlichen mathematischen Fähigkeiten der Fledermäuse verpasst hat, kann sie hier noch anschauen (frz. mit dt. Untertiteln)!

Die Wartezeit an der Grenze beträgt …

Immer wenn ich diesen Satz in den Verkehrsmeldungen des Bayerischen Rundfunks höre, fühle ich mich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt. Wieso hört man da keine Beschwerden vom ADAC, der sich doch sonst so vehement für die freie Fahrt für freie Bürger einsetzt?

Wieviele österreichische Republikflüchtlinge müssen eigentlich da abgewehrt werden? Die afrikanischen oder syrischen Flüchtlinge, die schon einen langen und beschwerlichen Weg hinter sich haben, werden auch so einen Weg über die deutsch-österreichische Grenze finden – es muss ja nicht gerade der Grenzübergang an der A8 oder A93 sein. Daran werden sie weder die neuen Söderschen Grenzpolizisten noch die Seehoferschen Ankerzentren hindern. Die CSU könnte sich allerdings auch ein bleibendes Denkmal (der Schande) setzen, indem sie die gesamte Grenze mit einer schönen Mauer über alle Bergkämme hinweg baut, noch bevor Trump seine zu Mexiko überhaupt finanziert bekommen hat. Dann müsste sie aber konsequenterweise die Grenzen zwischen Bayern und den angrenzenden Bundesländern genauso sichern, denn sonst könnten die Flüchtlinge ja in ihren Schlauchbooten über den Bodensee und Baden-Württemberg in das gelobte Land Bayern einsickern.

Als Luxemburger weiß ich die Vorzüge des kontrolllosen Grenzverkehrs im Schengenraum zu schätzen, schließlich ist man in Luxemburg nirgends weiter als 30 km von der nächsten Grenze entfernt. An der deutsch-luxemburgischen Grenze gibt es übrigens eine sinnvolle Verwendung der ehemaligen Zollhäuschen (auf der deutschen Seite am Grenzübergang Remich/Nennig): rechts ein „Grenz-Markt“, links ein „Grenz-Kebap“:

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Quelle: https://flic.kr/p/yiawn

 

Radlnacht München

Zusammen mit ca 16.000 anderen bin ich gestern Abend bei der Münchner Radlnacht mitgefahren. Der Start wurde pünktlich um 20:30 am Königsplatz angezählt, allerdings bin ich erst gegen 20:15 Uhr angekommen und habe es gar nicht bis auf den Platz geschafft, ich stand kurz hinter dem Karolinenplatz vor dem NS-Dokumentationszentrum. Erst gegen 21:00 Uhr setzte sich dann auch bei uns der Fahrradkorso in Bewegung, anfangs nur schrittweise bis wir endlich den Königsplatz hinter uns gelassen hatten. Unterwegs gab es dann noch ein paar Stops – einmal, weil ein Flixbus sich wohl nicht an die Absperrungen gehalten hatte und dann wenden musste, dann an Engstellen vor der Hackerbrücke und der Tiergartenbrücke, sowie zum Durchlassen einer Feiertram und Notdiensten.

Es war ein Erlebnis, mit so vielen Radfahrern die Straßen zu erobern, die sonst (fast ausschließlich) den Autofahrern vorbehalten sind. Das Wetter war so gut wie die Stimmung. Am Straßenrand standen an mehreren Stellen Kinder, die mit den Radfahrern High-Fives ausgetauscht haben, viele Kinder waren auch selbst mit ihren Eltern dabei, als Selbstfahrer oder Mitfahrer.

Gerne wieder (und öfter!).

Allerlei Jeans oder Jeans Allerlei?

Als ich letzte Woche meinen Blog auf eine neue Adresse umgezogen habe, habe ich auch den Titel gewechselt, von „Immunsystem V2.0“ zu „Jeans Allerlei“. Leider führt mein Name zu Verwechslungen, daher bin ich weiterhin auf der Suche nach einem guten Blog-Titel.

  • Nun könnte ich das mögliche Missverständnis z.B. mit einem „Deppenapostroph“ vermeiden, also „Jean’s Allerlei“.  In diesem Fall wäre er sogar laut Duden (D16.2) zulässig, trotzdem mag ich ihn nicht.
  • Ich könnte phonetische ([ʒɑ̃ː] 🔉) oder bildliche („nicht 👖“) Hinweise zum Verständnis geben.
  • Andere Titel-Überlegungen:
    • Paralipomena: Dieses Wort habe ich vor Jahren einmal in einem Buch gefunden und ins Herz geschlossen. Ich muss leider zugeben, dass es hier nicht ganz passt, weil mir das Hauptwerk dazu fehlt.
    • à propos: Wie der vorhergende hat dieser Titel den Nachteil, dass die Sprache des Blogs nicht erkennbar ist. Die offizielle deutsche Schreibweise apropos gefällt mir wiederum gar nicht.
    • Übrigens …: An sich ein schöner Titel, aber leider fast ein Plagiat, da Harald Lesch jede seiner Sendungen Leschs Kosmos so abschließt.
    • Mein Senfkorn: Dieser Titel ist noch in der engeren Wahl. Jedoch bin ich kein großer Senffan und nicht in jedem meiner Artikel gebe ich meinen Senf zu irgendetwas dazu.

Ich bin offen für konstruktive Vorschläge, auf die der Urheber keinen ©-Anspruch erhebt.

Do It Yourself

Trump schreibt in einem seiner Tweets zur Drohung mit Zöllen auf Autos: „Build them here!“ Wenn man das konsequent auf alle Güter und alle Länder ausdehnt, schafft man den internationalen Handel ab. Die nächste Stufe ist dann, dass Regionen sich abschotten: „Wer hier was verkaufen will, soll gefälligst hier produzieren.“, dann Gemeinden, … und schließlich sind wir beim Do It Yourself angekommen, wo jeder autark vor sich hin lebt und bestenfalls noch mit dem Nachbarn Tauschhandel betreibt. Für die Amerikaner mag das eine Rückbesinnung an die gute alte Siedlerzeit sein, ich finde das nicht unbedingt erstrebenswert.