Auszeit

Der erste Monat als halber Angestellter (20-Stunden-Woche) ist rum. Leider musste ich jetzt jedoch meine erste ungeplante Auszeit nehmen.

Schon seit etwas mehr als 2 Wochen plagt micht ein trockener Husten, der immer dann aufgetreten ist, wenn ich mich bewegt habe. Im Sitzen oder Liegen hat sich der Hustenreiz immer schnell beruhigt, so dass wenigstens der Schlaf dadurch nicht gestört war.

Am letzten Wochenende konnte ich das herrliche Herbstwetter überhaupt nicht genießen, weil meine Form merklich nachgelassen hat. Gestern hatte ich Mühe, die 3 Stockwerke zur Physiotherapie hochzulaufen. Auch mein Gewicht ist mittlerweile wieder unter 60 kg gerutscht, weil der Appetit stark nachgelassen hat.

Deshalb habe ich gestern meinen Hausarzt aufgesucht, der mir nach dem Abhorchen gleich die gute Nachricht geben konnte, dass es keine Lungenentzündung sei. Verschrieben hat er mir Hustentropfen und bei Bedarf ein Asthmaspray, und eben die Auszeit von gestern und heute.

Morgen habe ich sowieso einen von meinen vielen Resturlaubstagen. Am Donnerstag soll ich nochmal zum Hausarzt, aber mittlerweile bin ich schon wieder zuversichtlich, dass eine Verlängerung nicht nötig sein wird.

Erste Arbeitstage

Seit Mittwoch gehöre ich wieder der arbeitenden Bevölkerung an, wenn auch nur halbtags. Bisher kann ich noch wenig zur Belastung sagen, da die ersten Tage erwartungsgemäß mit Umzugskartonauspacken, Einrichtung des Schreibtischs und des PCs und diversen Begrüßungsgesprächen schon fast ausgefüllt waren. Die nächsten Wochen werde ich mich vor allem mit Einarbeitung befassen und mich nach und nach wieder an die Arbeitsumgebung gewöhnen. Mehr Stress als die Arbeit selbst bereitete der Weg zur Arbeit, mit S-Bahn-Pannen, verpassten Zügen und wiesnbedingt vielen Mitfahrern.

Ich bin jedenfalls meinen Kollegen, Vorgesetzten und unserer Personalabteilung für ihre Unterstützung während der Therapie und bei der Planung des Wiedereinstiegs dankbar. Es ist sicher nicht selbstverständlich, dass ich nach 32 Monaten Abwesenheit an meinen alten Arbeitsplatz zurückkehren kann, und dazu noch die Arbeitszeit selbst bestimmen kann.

 

Halbtagsrentner

Ab 1. Oktober ist es soweit: nachdem alle Formalitäten erledigt sind, werde ich zum Halbtagsrentner, d.h. ich werde mich wieder während 4 Stunden täglich mit Bits und Bytes beschäftigen statt mit Blutwerten, Lymphknoten und anderen medizinischen Themen.

Die letzten Vollzeitrentnertage habe ich noch für 2 Kurzurlaube genutzt:

Müllmänner in Luxemburg

Müllmännerparade in Luxemburg

typisch Wien

typisch Wien!

Kontrolluntersuchung

Heute war wieder Vorstellungstermin im Krankenhaus. Die 3 wichtigen Blutwerte (Leukozyten, Hämoglobin und Thrombozyten) sind alle knapp im oder ganz knapp unter dem Normbereich – also alles bestens. Auch sonst sind neben den Lymphproblemen keine nennenswerten Einschränkungen zu vermerken. Die beiden letzten verbleibenden Medikamente werde ich Ende Juli absetzen dürfen.

Die Vorbereitungen/Verhandlungen zum langsamen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt scheinen jetzt auf gutem Weg zu sein. Wann es genau soweit sein wird, kann ich noch nicht sagen (voraussichtlich Juli/August).

Seit Sonntag trau ich mich wieder aufs Fahrrad (nicht das abgebildete!). Es geht zwar alles einen Gang langsamer, aber es geht immerhin und hilft vielleicht auch der Lymphpumpe in den Beinen.

2014-06-11 11.08.18

arbeitender Rentner oder ruhender Angestellter?

Derzeit habe ich eine bis 31.7.15 befristete volle Erwerbsminderungsrente (EMR) und einen immer noch bestehenden, aber ruhenden Arbeitsvertrag mit 40-Stunden-Woche. Da ich mich fit genug fühle, um mal auszutesten, ob ich einige Stunden am Tag am Arbeitsplatz schaffe, habe ich einen Termin mit unserer Personalabteilung ausgemacht.

Prinzipiell wäre die Personalabteilung zwar mit meinem Arbeitswunsch einverstanden, sieht aber einige Probleme in der praktischen Ausführung:

– Als Bezieher einer vollen EMR kann ich wohl meinen Vertrag nicht ohne weiteres in einen Teilzeitvertrag umwandeln lassen. Ein neuer Vertrag würde bedeuten, dass ich wie ein neuer Mitarbeiter behandelt werde und meine erworbenen Vorteile wie z.B. Anspruch auf Firmenrente verlieren würde.

– Die volle EMR sagt eigentlich, dass ich keine 3 Stunden am Tag arbeiten kann. Eine freiwillige Umwandlung der vollen in eine teilweise EMR ist nicht empfehlenswert, da dann eine eventuelle Rückkehr ins volle Rentnerdasein nicht mehr möglich ist.

– Bleibt noch das BEM – d.h. das betriebliche Eingliederungsmanagement. Hier soll noch geklärt werden, was in diesem Rahmen möglich ist.

– Am Dienstag habe ich außerdem ein Beratungsgespräch beim VDK – vielleicht haben die ja noch andere Ideen.

In der Zwischenzeit genieße ich weiterhin das schöne Wetter, wie z.B. hier – immerhin habe ich den Anstieg zur Burg geschafft!

2014-05-21 12.16.41 2014-05-21 13.37.00 2014-05-21 15.55.56

Dilbert

Gestern und heute ist meine künftige Wiedereingliederung am Arbeitsplatz Thema bei Dilbert (http://dilbert.com/2013-06-28/, http://dilbert.com/2013-06-29/). Obwohl ich versuche, mich einigermaßen auf dem Laufenden zu halten, was so in der Firma passiert, werde ich doch eine lange Einarbeitungszeit brauchen. Aber bis dahin dauert es eh noch etwas – und bei Beginn meiner Arbeitsfähigkeit warten noch ein paar Monate Urlaub und Resturlaub auf mich …