Was Twitter alles von mir weiß

Es heißt ja immer, dass Twitter, Facebook & Co so ziemlich alles über ihre Nutzer wissen. Deshalb war ich schon neugierig, als mir nach dem letzten Update der Twitter-App vorgeschlagen wurde, mir die über mich gesammelten Daten anzuzeigen und zuzuschicken.

Ich habe nicht schlecht gestaunt, wie vielfältig meine Interessensgebiete sind (z.B. Indie spotlight, Metal, NBA basketball, Pop, Rock, u.v.a.m.).

Noch mehr habe ich mich aber über meine Sprachkenntnisse gewundert. Dort waren in dieser Reihenfolge aufgeführt: English (US), Norwegian, French, Basque, German. Ich muss wohl so fließend norwegisch und baskisch lesen, dass mir nicht mal auffällt, wenn mir Tweets in diesen Sprachen unterkommen oder herausrutschen. Wahrscheinlich habe ich ein früheres Leben im norwegischen Baskenland verbracht.

Wer sich ebenfalls bei Twitter über seine Fähigkeiten und Interessen informieren will, findet die gespeicherten Daten in der Webansicht (in der App habe ich sie nicht wiederfinden können) unter ‚Settings‘ und dann ziemlich weit unten ‚Your Twitter data‘.

flagge-baskenland + norwegen ergibt übrigens die Flagge meines früheren Heimatlandes:

Norvegiako Euskal Herriko bandera
flagget til norsk Baskerland

norbask

Nichts Neues

In den letzten anderthalb Monaten ist nichts Berichtenswertes passiert, und so habe ich auch nichts berichtet. Da ich jedoch in letzter Zeit schon mehrmals darauf angesprochen worden bin, dass ich meinen Blog nicht mehr weiterschreibe, habe ich mich nun entschlossen, etwas zu schreiben, obwohl es eigentlich immer noch nichts zu schreiben gibt.

Gesundheit:

Den Winter habe ich ganz gut überstanden, aber im April haben mich die kalten und nassen Tage doch noch erwischt und mir eine kleine Erkältung beschert, an deren Folgen ich noch etwas leide (Resthusten und Restschnupfen). Diese hat auch meinen Fitness-Anlauf etwas ausgebremst, und so liegen meine neulich angeschafften Kurzhanteln und mein Gymnastikball derzeit ungenutzt herum. Ich will sie aber in den nächsten Tagen wieder in Betrieb nehmen. Da ich eine Rückkehr der sehr unangenehmen Gürtelrose befürchte (an manchen Stellen bilden sich immer wieder mal Rötungen – ich vermute einen Zusammenhang mit Stress), habe ich mal für nächsten Monat einen Termin bei einer Hautärztin, auch zum Vorsorge-Hautscreening.

Politik:

Ich freue mich, dass die Franzosen nicht wie die Amerikaner und Briten auf den billigen Populismus hereingefallen sind (obwohl 35% für Le Pen und ihren Front National schon erschreckend genug sind) und hoffe, dass das auch bei den kommenden Wahlen so bleiben wird.

Arbeit und Freizeit:

Noch 396 Arbeitstage liegen vor mir, abzüglich Gleitzeittage und hoffentlich wenige Krankheitstage, unterbrochen durch ein paar Auszeiten: kleinere Urlaube für Schachturniere in Ditzingen, Kirchseeon, München und vielleicht Augsburg, und ein geplanter Israel-Urlaub im Oktober.

Mein Verfallsdatum als aktiver Angestellter

VerfallWie ich schon in einem früheren Beitrag berichtete, habe ich im November bei uns in der Firma die Altersteilzeit beantragt. Heute habe ich die Nachricht erhalten, dass ich zu den Auserwählten gehöre, denen tatsächlich ein solcher Vertrag angeboten wird. Sobald ich die Rentenauskunft von der Rentenversicherung erhalten und abgegeben habe, gibt es einen Beratungstermin bei den ‚Humanen Relationisten‘ mit anschließender Vertragsunterzeichnung.

Dann erhalte ich im April mein letztes volles Teilzeitgehalt, und von Mai 2017 bis einschließlich Februar 2021 ein etwas aufgestocktes halbes Gehalt – wofür ich bis Ende März 2019 weiter arbeiten werde und danach in die passive Phase eintreten werde. Zum offiziellen Rentner werde ich erst am 1. März 2021 (mit maximalen Abschlägen, da dies das frühestmögliche Eintrittsalter ist).

Ich bin wieder wer!

Seit letzter Woche habe ich nach fast 30 Jahren endlich wieder einen Personalausweis. Da bei uns die Gemeinden für die Ausstellung der Personalausweise zuständig waren und ich seit 1987 bei keiner Luxemburger Gemeinde mehr gemeldet war, konnte ich auch nirgends einen Personalausweis beantragen. Wenn ich mich offiziell irgendwo ausweisen musste, musste ich also immer den Reisepass mitnehmen.

Erst 2014 wurde es Auslandsluxemburgern ermöglicht, einen Personalausweis (im neuen Kreditkartenformat) zu beantragen, und im Dezember 2016 habe ich mir dann die Mühe gemacht, die nötigen Papiere zu besorgen. Jetzt halte ich das wertvolle Stück endlich in Händen:

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Geheimtipp?

Ich dachte, ich hätte heute morgen beim Veranstaltungsprogramm von http://www.muenchen.de/ einen Geheimtipp entdeckt. Um 11:00 Uhr sollte im Doppelkegel der BMW-Welt das 5. Konzert des Kontrabassisten-Wettbewerbs „Bass erstaunt“ starten, mit der Bassistin Linda Oh. Leider hatte sich das doch wohl rumgesprochen, denn um 10:40 staute sich das Publikum über die volle Länge der BMW-Welt.

Nachdem ein Angestellter mir verraten hatte, dass wohl nicht alle in der Schlange den Einlass schaffen würden, konnte ich mir zumindest einen der wenigen Stühle vor der großen Leinwand sichern, auf der das Konzert übertragen wurde. So war ich näher dran als die meisten im Saal.

Amtsübergabe

Am 19. Dezember 4. Februar haben die Delegierten aus allen US-Staaten Münchner Schachvereinen mich zum neuen Präsidenten meinen Nachfolger im Amt des Münchner Spielleiters gewählt, da ich nicht mehr zur Wahl angetreten bin. Bei der feierlichen Amtseinführung öffentlichen Verkündigung der Amtsübergabe waren Millionen begeisterter Anhänger gut hundert Teilnehmer der Münchner Einzelmeisterschaft anwesend.

Mein neues Motto lautet nun „America Chess First“ und „Make America Senior Chess Players Great Again“, da ich mit überwältigender Mehrheit ohne Gegenkandidaten zum US-Präsidenten Seniorenreferenten des Bezirks gewählt worden bin.

Natürlich wurde das Ereignis mit einem großen Galadinner gemütlichen Abendessen mit zahlreicher Prominenz  in Anwesenheit des neuen Münchner Meisters gewürdigt.

Comment from an unknown reader in Washington DC: „Whoever made these corrections in the above text has produced FAKE NEWS! So sad, a disaster …“

dinner

Nachsorgetermine

Heute hatte ich gleich zwei Nachsorgetermine:

  • meinen jährlichen Routinetermin für die Bestrahlungsnachsorge bei einer Ärztin mit einem sehr netten Dialekt (Vorarlbergerin) – beim Abtasten hat sie keine auffälligen Lymphknoten gefunden;
  • meinen bisher halbjährlichen Termin bei der Transplantationsärztin, die wieder einmal begeistert war von meinem Zustand und von meinem tadellosen Blutbild.

Von soviel Begeisterung habe ich mich gerne auch anstecken lassen und blicke nun mit Zuversicht dem noch anstehenden CT-Termin entgegen.

Das Wetter war schön, wie es sich für einen Urlaubstag gehört, wenn auch ziemlich kalt (-8°C).

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Krankenversicherung

Als neulich während des US-Wahlkampfs heiß um ObamaCare diskutiert wurde, ist mir  wieder bewusst geworden, wie gut wir es doch hier mit unserem Gesundheitssystem haben. Das System mag seine Schwächen haben, jedoch muss niemand aus Geldmangel auf eine Behandlung verzichten.

Als ich vor fast 30 Jahren nach Deutschland einwanderte, hatte ich gar keine Zeit, mich mit dem deutschen Gesundheitssystem auseinanderzusetzen. Damals musste ich mich noch neben der Eingewöhnung am neuen Arbeitsplatz und am neuen Wohnort um Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bemühen, um Bankverbindung, Mietvertrag, Strom und Wasser, Telefon sowie sogar noch um Einfuhrsteuer für mein mitgebrachtes Auto.

Deshalb erschien es mir selbstverständlich, dass ich als Siemens-Mitarbeiter Mitglied der Siemens-Betriebskrankenkasse werden sollte. Mit den Gegensätzen private/gesetzliche Krankenversicherung war ich gar nicht vertraut. Ein ernsthafter Krankheitsfall schien mir sowieso in weiter Ferne. Jahrelang habe ich mich mit regelmäßigen Zahnarztbesuchen und gelegentlichen Facharztbesuchen (Augen, HNO, …) begnügt.

Einen richtigen Hausarzt habe ich mir erst bei meiner Non-Hodgkin-Erkrankung 2001 zugelegt. Nach der Diagnose beschränkte sich dessen Tätigkeit aber vor allem auf das Ausstellen von Überweisungs- und Einweisungsscheinen für die Ärzte im Krankenhaus.

Nach der Hodgkin-Erkrankung 2012-2014 und deren langer und intensiver Behandlung kann ich eigentlich nur Gutes über meine Krankenkasse berichten. Sie hat mir auch teuere Untersuchungen wie PET-CT anstandslos genehmigt, von meinen sehr kostspieligen Chemotherapien und Stammzelltransplantationen ganz zu schweigen. Nach Ablauf der ersten 6 Krankheitswochen gab es außerdem für weitere 72 Wochen ein monatliches Krankengeld. Insgesamt haben die Kosten sicher ein Vielfaches aller meiner im Lauf der Jahre gezahlten Beiträge betragen, deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle solidarischen Beitragszahler!

Ich glaube nicht, dass ich als gesetzlich Versicherter irgendwo einen Nachteil gegenüber privatversicherten Patienten hatte. Heute stellt sich für mich die Frage gesetzlich oder privat sowieso nicht mehr, da aufgrund meines Alters und meiner Vorgeschichte eine private Krankenversicherung unbezahlbar wäre. Wer heute vor der Entscheidung steht, kann sich z.B. auf der (nicht-kommerziellen) Seite http://www.kvzentrale.com/ ausführlich über die Vor- und Nachteile beider Varianten informieren.

 

Lebensnachweis

Seit Juni beziehe ich ein monatliches Taschengeld aus Luxemburg (in Form einer Erwerbsminderungsrente in Höhe von 133 €), für das ich mehrmals zum Kontrollarzt musste und dort Formulare ausfüllen lassen musste. Seitdem ist es still geworden im Dialog mit der Rentenkasse.

Zu still, findet die Rentenkasse. Ob ich wohl noch am Leben bin? Zur Klärung dieser auch für mich wichtigen Frage fordert sie jetzt einen Lebensnachweis, auszufüllen vom Bürgermeister, notfalls reicht auch der Stellvertreter. Ich hoffe, der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter oder der Zweite Bürgermeister Josef Schmid können sich die notwendige Zeit nehmen, um meine Lebensfunktionen zu überprüfen.

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