Essen, Gewicht

Heute morgen bin ich doch etwas erschrocken, als ich auf die Waage gestiegen bin – gerade mal 60,0 kg. Da habe ich noch einiges nachzuholen.

Daher gab es heute mittag Reis und ein frisches Kabeljaufilet, und heute abend einen großen Schokocroissant mit einem ebenso großen Apfelkuchen. Mal sehen, ob sich das morgen früh auswirkt. Später heute abend (oder morgen zum Frühstück) gibt es vielleicht noch eine frisch gemixte Bananenmilch.

1. Tag zu Hause

Heute war also mein erster voller Tag zu Hause. Im Gegensatz zu den bisherigen „Urlaubstagen“ lief es schon recht gut, wenn auch noch alles in beschaulichem Tempo.

Die Krankenhausärztin hatte schon gestern für mich in der Apotheke meine Medikamente vorbestellt, und so durfte ich heute morgen 2 große Tüten dort abholen. Es ist schon beeindruckend, was man da anfangs alles noch schlucken soll – zum Teil auch Tabletten, die nicht nur unangenehm aussehen, sondern auch noch merkwürdig riechen.

Mit der Zeit sollte dies aber weniger werden. Den ersten Monat mit der Immununterdrückung habe ich ja jetzt schon hinter mir. Wenn alles nach Plan läuft, wird die nach ca 2 weiteren Monaten ausgesteuert, und dann kann wieder das normale Leben (u.a. mit frischem Salat) beginnen.

D+31: Urlaub zu Hause

Auch heute gab’s wieder einen Urlaubstag zu Hause, den ich wieder für ein bißchen Hausarbeit genutzt habe (z.B. Wäsche, die ich schon mal aus dem Krankenhaus mitgebracht habe).

Heute abend rücke ich allerdings wieder in mein Krankenzimmer ein. Am Montag soll es dann noch einmal Rituximab geben, und am Montagabend oder Dienstag morgen soll es dann endgültig nach Hause gehen.

Zur Zeit wird es gerade Nacht draußen, es scheint ein heftiges Gewitter im Anzug zu sein …

D+30: doch noch im „kuscheligen“ Krankenzimmer

Heute morgen gab es erstmal noch 2 Beutel Erythrozyten als Doping, dann durfte ich heute nachmittag wieder das Gelände auf eigene Faust (und Verantwortung) verlassen. Diesmal bin ich allerdings nur zu Fuss in der Gegend herumgelaufen.

Mal sehen, ob es morgen wieder für einen Ausflug nach Hause reicht.

D+29: „Urlaub“ vom Krankenhaus

Heute nachmittag habe ich mich beurlauben lassen und bin mit dem Taxi nach Hause gefahren. Morgen muss ich mich dann entscheiden, ob ich noch bis Montag hierbleiben will oder gleich nach Hause will. Ich bin noch nicht sicher, was für mich besser sein soll. Einerseits bin ich zu Hause gezwungen, selbständiger zu werden und Herausforderungen anzunehmen. Andererseits werde ich mich hier nicht mehr mit der keimreduzierten Kost anfreunden können. Zur Kontrolle muss ich sowieso mindestens einmal in der Woche in der Tagesklinik antreten.

D+28: Beginn 6. Woche

Heute beginnt zwar die 6. Woche meines Aufenthalts hier, ich werde sie jedoch nicht komplett hier verbringen, da sich meine Entlassung immer konkreter abzeichnet. Ab morgen wird die intravenöse Ernährung wieder komplett abgestellt, die Medikamenteneinnahme erfolgt jetzt auch auf oralem Wege. Die Lieferung der zu Hause benötigten Medikamente an meine Stammapotheke wird ebenfalls schon angestoßen.

D+27: Knochenmarkspunktion, Klinikclowninnen

Heute habe ich die noch ausstehende unangenehme Knochenmarkspunktion gleich hinter mich gebracht. Dank Narkose habe ich von dem Wühlen im Knochen aber nichts mitbekommen.

Nach 2 Wochen war auch wieder ein Klinikclown-Besuch angesagt, diesmal von 2 Clowninnen. Da ich hoffe, den nächsten Besuchstermin nicht mehr hier zu erleben, bedanke ich mich noch einmal für die aufmunternden (und sicher oft nicht einfachen) Besuche. Ihr macht einen tollen Job!

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Schließlich sei auch mal das Essen hier dokumentiert, das vom Stationspersonal extra von den hässlichen grauen Tabletts aus der Küche auf freundlichere und sauberere bunte Tabletts umgestellt wird. Das schaut doch gleich appetitlicher aus!

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D+26: Licht am Ende des Tunnels

Heute sind mir erstmals konkrete Entlassungstermine aus dem Krankenhaus in Aussicht gestellt worden. Donnerstag oder Freitag könnte es so weit sein, vorausgesetzt, ich kann bis dahin genügend über den normalen Weg essen.

Die Blutwerte steigen seit einigen Tagen auch ohne Transfusionen an. Die Kondition verbessert sich ebenfalls.

Heute gab es zur Unterstützung den Antikörper Rituximab, deshalb hänge ich gerade wieder am Überwachungsmonitor.

Ferner soll im Lauf der Woche noch eine Knochenmarkspunktion durchgeführt werden, um zu dokumentieren, dass auch wirklich die gespendeten Stammzellen für den Aufbau des Blutbilds gesorgt haben. Auf Wunsch passiert das unter Narkose.