Lebenszeichen

Es ist höchste Zeit, dass ich mich hier mal wieder melde, damit ich meine letzten treuen Leser nicht verprelle.

In der Zwischenzeit seit meinem letzten Beitrag ist allerdings nicht allzu viel passiert – daher auch die Funkstille. Es geht mir gesundheitlich gut, die Arbeit geht bei 20 Wochenstunden leicht von der Hand. Inzwischen habe ich auch schon tageweise längere Arbeitszeiten geprobt (dank gleitender Arbeitszeit geht die zusätzliche Zeit nicht verloren), da Ende Juli mein halbes Rentnerdasein zu Ende gehen wird und ich dann auf 25 oder 30 Wochenstunden – je nach Flexibilität der Personalabteilung – erhöhen will.

2015-03-14 13.27.23

Zur Erholung gab es im März ein verlängertes Wochenende in Würzburg (s. Bild) und im April einen Besuch in der Heimat.

Vom letzten Donnerstag bis Sonntag habe ich in der Amateurgruppe am Internationalen Schachturnier in Wunsiedel teilgenommen und bin zu meiner Überraschung auf dem 9. Platz gelandet, wofür es sogar einen Geldpreis gab (für Insider: Ratingpreis für den besten Spieler unter DWZ 1700). Damit ist also auch die Wiederherstellung meiner geistigen Ausdauer und Fitness bewiesen!

Die nächste medizinische Aktion ist erst im August, wo wieder mal ein Nachsorgetag geplant ist (Blutwerte, Lunge, Herz, Knochen, …).

Stammzellentransplantation bei Planet Wissen

Unter dem Titel „Blutsbrüder – Knochenmarkspende mit Happy End“ ist die Stammzellentransplantation heute (und morgen, je nach Sender) Thema bei Planet Wissen.

Es geht zwar dort um einen Leukämiepatienten, aber das Verfahren ist das gleiche wie bei mir:

  • Suche nach einem passenden Spender unter Geschwistern und in der Datenbank mit denjenigen, die sich irgendwann haben typisieren lassen
  • Zerstörung des Immunsystems mit Hochdosis-Chemo
  • Sammlung der Stammzellen des Spenders
  • Übertragung der Stammzellen
  • langes Warten in der Isolation, bis die Produktion der Leukozyten anspringt

Ich warte immer noch darauf, meine Blutsschwester kennenlernen zu dürfen. Erst im Juli ist die Sperrfrist abgelaufen, nach der die DKMS die Adressen frühestens herausgibt.

Sendetermine:

Fastenzeit

Nein, fasten werde ich nicht – im Gegenteil: trotz der vielen Krapfen, die ich in den letzten Tagen gegessen habe, bewegt sich mein Gewicht immer noch um die 60 kg. Ich will also weiter fleißig essen, um die 60 kg dauerhaft zu überschreiten.

Was ich mir jedoch vorgenommen habe: mehr Bewegung und ein bisschen Krafttraining. Der Schrittzähler von der Krankenkasse spornt mich schon an, 10000 Schritte pro Tag zu gehen (habe ich bisher im Durchschnitt geschafft). Zusätzlich habe ich heute endlich das Training mit dem Theraband aufgenommen, um auch etwas für die Arme zu tun. Einen guten Einstieg habe ich bei http://www.gesundheit.de/fitness/fitness-uebungen gefunden.

Nachschlag zur Erkältung und Geruchssinn

Leider hat sich die überwunden geglaubte Erkältung vom Jahresanfang am Sonntag mit voller Wucht zurückgemeldet. Am Sonntag habe ich eine neue persönliche Bestleistung in Sachen Körpertemperatur gemessen (39,8 Grad), die jedoch dank Ibuprofen innerhalb von 2 Tagen mit 38,5 auf mittlerweile unter 37 gesunken ist.

Zur Bekämpfung der übrigen Symptome, wozu leider auch wieder der weitgehende Stimmverlust gehörte, hatte ich noch die Medikamente von Anfang Januar. Eine Nebenwirkung war allerdings, dass ich seit Montag kaum schlafen konnte (3-4 Stunden pro Nacht), darum habe ich mir heute einen freien Tag gegönnt.

Bei trübem aber trocken-kaltem Winterwetter war ich im hiesigen Ostpark spazieren. Da ich danach doch ziemlich durchgefroren war, habe ich mir ein warmes Bad eingelassen. Dabei kam die Überraschung: der Schnupfen hat wohl zumindest für kurze Zeit wieder die Geruchsrezeptoren in der Nase freigelegt. Jedenfalls hatte das Schaumbad plötzlich den vom Hersteller angegebenen Geruch! Ein lange nicht mehr dagewesenes Gefühl, das Anlass zur Hoffnung gibt, dass ich irgendwann auch andere Gerüche wieder wahrnehmen kann.

Erkältung

Der zweite Teil meines langen Weihnachtsurlaubs war leider durch eine heftige Erkältung geprägt. Es begann am 24.12. Am 28.12. habe ich planmäßig die Heimreise angetreten und war wirklich froh, als ich nach vielen Pausen und Staus wieder heil zu Hause angekommen bin. Dort war in den nächsten Tagen nicht viel mit mir los – den Jahreswechsel und die Tage drum herum habe ich weitgehend verschlafen. Zwischendurch gab es auch noch ein paar Tage, wo meine Stimmbänder so entzündet waren, dass ich keinen Ton herausbrachte – sehr unangenehm…

Den Arbeitsbeginn, der eigentlich für den 8.1. geplant war, musste ich leider auf kommenden Montag (19.1.) verschieben. Ebenso musste ich die Kollegen vom Schach wieder einmal im Stich lassen und ihnen den ganzen Aufwand für Organisation und Leitung der Einzelmeisterschaft überlassen.

Nach einer größeren medikamentösen Offensive geht es mir jetzt endlich wieder besser, ich vermeide aber noch möglichst Menschenmengen (vor allem solche, die mit viel Händeschütteln verbunden wären) und damit einhergehende Viren- und Bakterienansammlungen. Zum „Fitnesstest“ war ich gestern mal wieder im Tierpark, wo man schnell ein paar km zurücklegt, wenn man nur dem empfohlenen Rundgang folgt.

Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass ich öfter als sonst so eine Erkältung erwische, und wenn, dann auch längere Zeit damit beschäftigt bin.

Ein bisschen Zusatzaufregung gab es noch Ende letzter Woche. Ich war wegen des Rentenformulars bei meiner Ärztin im Krankenhaus, und üblicherweise kommt man da um eine Blutabgabe nicht herum. Beim Schnell-Blutbild waren erwartungsgemäß die Entzündungswerte und die Leukozyten stark überhöht. Dann kam jedoch am Freitag auch noch der Anruf, dass mein Kreatininwert weit über dem Normbereich liegt. Nach reichlichem Trinken hat eine Nachkontrolle beim Hausarzt inzwischen Entwarnung gegeben.

Gewichtsmäßig ist der Zürcher Fondue-Effekt verflogen, die Weihnachtsessen habe ich mehr oder weniger an mir vorbeiziehen lassen, so dass ich wieder in der Federgewichtsklasse (unter 57,153 kg) angekommen bin (übrigens erstaunlich, wie weit unten die Gewichtsklassen im Boxen beginnen).

So – genug gejammert für heute. Jetzt geht’s zum Einkaufen und dann nur noch gesundheitlich bergauf!

Neues von der RV

Immer, wenn mir gerade nichts einfällt, liefert mir die Rentenversicherung ein neues Thema – herzlichen Dank dafür.

Nach der Rückkehr aus meinem Urlaub fand ich 3 Schreiben der RV vor.

Eines war noch verständlich: weil ich ja trotz der Erwerbsminderungsrente wieder arbeite, wird mir die Rente gekürzt – allerdings um weniger als gedacht.

Der zweite Brief bat mich, doch einen Antrag auf einen Zuschuss der KV-Beitrags zu stellen. Da ich derzeit sowohl über die RV als auch über den Arbeitgeber bzw. meinen Eigenanteil Beiträge an meine Krankenkasse entrichte, kann dies das Chaos eigentlich nur vergrößern. Aber was solls – wenn die es unbedingt so haben wollen, immerhin nettgemeint.

Der dritte Brief war der Erstaunlichste. Es geht darum, einen ärztlichen Befundbericht anzufordern. Dazu wird aber keine Einverständniserklärung von mir verlangt, die hab ich schon x-mal abgegeben. Nein, ich soll das Formular bei meiner Ärztin vorbeibringen, es dort ausfüllen lassen, nach 5 Tagen wieder abholen und an die RV zurückschicken. Sonst wurde keine Zeile von mir dazu verlangt. Bin ich jetzt der Kurierdienst der RV? Der zuständige Sachbearbeiter war natürlich nicht zu erreichen.

Grüezi us dä Schwiiz!

image Schöne Urlaubsgrüße aus dem weihnachtlich geschmückten, aber nicht sehr winterlichen Zürich. Wir haben hier 5-10 Grad, einen grauen Himmel und gelegentliche Regentropfen. Trotzdem ist es eine schöne „kleine“ Stadt mit vielen netten Gassen und Geschäften (wenn nur nicht alles so teuer wäre …). Wie Ihr unten seht, geb ich mir Mühe beim Projekt „Zunehmen“,  was einem bei den Schweizer Spezialitäten leichtgemacht wird.

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erfolgreiche Nachuntersuchung

Am letzten Dienstag wurde ich per Computertomographie durchleuchtet und mir wurde Blut abgenommen. Heute war dazu der Befundtermin.

Das erfreuliche Ergebnis: nirgendwo ein Nachweis suspekter Lymphknotenvergrößerungen!

Sowohl im CT als auch im Blutbild hat man lediglich Spuren meiner vorangegangenen Erkältung gefunden, sonst war alles bestens. Wiedervorlage erst in ca 6 Monaten.

Seit ein paar Wochen plagt mich eine sehr trockene Haut, die überall schuppt und juckt. Das ist jedoch laut meiner Ärztin nicht ungewöhnlich nach einer Transplantation. Dagegen hilft nur eine fettige Crème. Ich muss also wählen zwischen Jucken und festklebenden Kleidern.

Halbtagsrentner 2: Sozialbeitragskarussell

Wie berichtet arbeite ich seit 1. Oktober halbtags trotz meiner vollen Erwerbsminderungsrente, die bis Juli 2015 bewilligt ist. Ich habe dies auch brav bei der Rentenversicherung gemeldet, bisher laufen die Rentenzahlungen jedoch wie gewohnt weiter.

Bei meinen Sozialversicherungsbeiträgen habe ich jedoch einiges ausgelöst:

– Vor 2 Wochen teilte mir mein Arbeitgeber mit, dass ich als Rentner keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zahlen müsste, da ich im Fall des Arbeitsplatzverlusts ja wieder zum Vollzeitrentner werden würde und somit kein Arbeitslosengeld in Anspruch nehmen würde. Außerdem gilt für Rentner ein ermäßigter Krankenkassenbeitrag. Mit dem Novembergehalt wurde mir also ein Teil der im Oktober einbehaltenen Beiträge wieder zurückgezahlt.

– Jetzt kam ein Schreiben von der Krankenkasse, dass ich neben dem Beitrag, den ich als Arbeitnehmer zahle, auch von der Rente einen Krankenkassenbeitrag zahlen müsse, in Höhe des Zuschusses der Rentenversicherung.

– Gleichzeitig kam ein neuer Bescheid von der Rentenversicherung mit einem höheren Auszahlungsbetrag als zuletzt, weil die Krankenkassenbeiträge wegfallen. Dabei hatten sie erst Anfang des Jahres festgestellt, dass ich irrtümlich keine Krankenkassenbeiträge bezahlt haben soll, und haben seitdem immer wieder angekündigt, dass sie die fehlenden Zahlungen einbehalten würden.

Perfekt wird das Chaos wahrscheinlich in einigen Wochen/Monaten, wenn die Neubewertung der vollen Erwerbsminderung erfolgt und der Rentnerstatus mir womöglich rückwirkend aberkannt wird. Dann müssen alle Zahlungen, Stornierungen und Umbuchungen wahrscheinlich wieder rückgängig gemacht werden.

Und noch einmal interessant wird es nächstes Jahr, wenn ich dem Finanzamt in meiner Einkommensteuererklärung klarmachen soll, wer was wann an mich gezahlt hat oder mir wieder weggenommen hat.

Stille Post 2

Tanja (einen schönen Gruß an Dich, unser „Bayerntreffen“ habe ich noch in guter Erinnerung!) hat in ihrem Kommentar zu meinem letzten Beitrag gefragt, warum der nicht-anonyme Kontakt zwischen Spenderin und Empfänger erst nach 2 Jahren erfolgen darf. Ich hatte mir die Frage zwar auch schon oft gestellt, jedoch nie nachgeforscht, ob es eine Begründung der DKMS dafür gibt.

Ein einfacher Google-Aufruf hat eine Broschüre der DKMS zu diesem Thema gefunden, wo diese Frage sehr schön beantwortet wird, ergänzt durch Beispiele von sehr positiven verlaufenen Kontakten, rührenden Begegnungen, überraschenden Gemeinsamkeiten – aber auch Begründungen, warum ein Kontakt manchmal von der einen oder anderen Seite nicht erwünscht wird.

Nach jetzigem Stand unserer Korrespondenz besteht jedenfalls bei meiner Spenderin und mir der Wunsch, uns nach Ablauf der Frist auch wirklich kennenzulernen und nicht nur anonyme Briefe auszutauschen. Ich freue mich jedenfalls schon darauf!